Pagerank

 

Pagerank – was ist das?

Der Pagerank ist ein von den Google Gründern Larry Page und Sergej Bren entwickelter Algorithmus, der die Qualität, Autorität und Vertrauenswürdigkeit einer Website auf Basis der eingehenden externen Verlinkungen (Backlinks) berechnet.

Mit dem Algorithmus, den die beiden 1997 haben patentieren lassen, wurde der Grundstein für die heute bekannteste Suchmaschine gelegt.

Der Pagerank kann Werte zwischen 0 und 10 annehmen. Mit 0 werden dabei meistens Websites bewertet, die ziemlich neu sind und erstmals von Google erfasst werden oder aufgrund einer Abstrafung an Pagerank verloren haben.

Im Klartext kann man den Pagerank so interpretieren: Je mehr hochwertige Websites auf die eigene verlinken, desto höher fällt der Pagerank aus.

Dabei steigt der Pagerank nicht nur durch die Anzahl der eingehenden Verlinkungen, sondern dadurch dass die verlinkenden Domains einen ebenso hohen Pagerank besitzen und ihren Linkjuice an die eigene Website weitergeben.

Vor einigen Jahren war die Qualität eines eingehenden Links weniger wichtig, was SEOs zu exzessivem Linkkauf verleitete, um schnell an gute Rankings zu kommen.

Dank zahlreicher Updates kann Google nun gut hochwertige Links von schlechten unterscheiden.

Hierzu gleich mehr.

 

Pagerank ermitteln – wie kommen die Werte zustande?

Die Formel für den Pagerank Algorithmus lautet wie folgt:

 

PR(A) = (1-d) + d (PR(T1)/C(T1) + … + PR(Tn)/C(Tn))

 

Einheiten:

PR(A) – Pagerank der Website A

PR(T1) – Pagerank der auf A verlinkende Website T1

PR(Tn) – Pagerank der auf A verlinkende Website Tn

C(T1) – Anzahl aller auf Website T1 eingehenden Links

C(Tn) – Anzahl aller auf Website Tn eingehenden Links

d – Dämpfungsfaktor mit Werten zwischen 0 und 1

 

Wie funktioniert der Pagerank?

Der Pagerank basiert auf dem Prinzip der Linkpopularität, was eines der Hauptkriterien bei der Bewertung von Websites seitens der Suchmaschine darstellt. 

Verlinken zahlreiche Websites mit hohem Vertrauen und Autorität auf eine andere Website, so wird ein Teil dieses Vertrauens an diese weitergegeben und dessen Relevanz steigt an.

Wichtig ist dabei die Wertigkeit der verlinkenden Seite, die im besten Fall einen höheren Pagerank aufweist als die eigene Seite. Andernfalls steigt der eigene Pagerank langfristig nicht an.

Möchtest du beispielsweise deinen Pagerank auf 6 erhöhen, muss die verlinkende Seite einen Pagerank von mindestens 8 oder höher besitzen. 

Seiten mit einem Pagerank von 2 sind dann nicht hilfreich.

 

Das Modell des Random Surfer und Reasonable Surfer

Die genaue Berechnung des Pageranks hängt mehr oder weniger auch mit dem Nutzerverhalten zusammen. 

Nach dem Modell beginnt der Nutzer mit dem Besuch einer Website und klickt sich durch hinterlegte Verlinkungen von einer Seite zur nächsten und wird als Random Surfer bezeichnet.

Nun hat der Random Surfer irgendwann keine Lust mehr auf das Durchstöbern von Websites und springt ab. 

Diese Gegebenheit wird in der Formel mit dem Dämpfungsfaktor beschrieben. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Random Surfer von einer Seite auf die nächste gelangt, hängt von der Anzahl der Links ab die die jeweilige Seite enthält. 

Diese Wahrscheinlichkeit lässt sich grob mit dem Pagerank vergleichen und ausdrücken.

Da der heutige Internetnutzer schon längst nicht mehr ziellos das World Wide Web durchstöbert, spricht man hier vom Reasonable Surfer. 

Das erforderte ein Aktualisieren des Algorithmus, welcher neben der Anzahl eingehender Links auch andere Qualitätsfaktoren in die Berechnung des Pageranks miteinbezieht. 

Der Reasonable Surfer klickt mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit auf Links, die thematisch passend im Content der Website platziert wurden.

So kann die Suchmaschine Qualitätsfaktoren wie die User Experience und Nutzerverhalten in die Bewertung einer Website heranziehen.

Bis dahin war das Problem des Pageranks nämlich, dass trotz guter Werte nicht klar ersichtlich war, ob eine Website denn auch hochwertige Inhalte bietet oder nicht.

Das machten sich für eine bestimmte Zeit viele Webmaster und SEOs zunutze, indem massiv hochwertige eingehende Links in kurzer Zeit generiert wurden, um unabhängig von Onpage Qualitätskriterien schnell gute Rankings zu erzielen.

Seit dem Panda & Penguin Update ist das nicht mehr möglich.

 

Die Bedeutung für SEO

Noch vor geraumer Zeit hat Google den Pagerank öffentlich gemacht und konnte mithilfe eines Browser-Addons ganz leicht angezeigt werden.

Da vielen klar war, dass der Pagerank eines der wichtigsten Ranking Kriterien war, haben das SEOs natürlich genutzt.

Das führte dazu, dass man sich nur noch auf den Pagerank und dessen Verbesserung konzentrierte, und andere relevante Kriterien wie eine gute User Experience und hochwertige Inhalte vernachlässigt wurden.

Seit dem April 2016 wird deshalb der Pagerank von Google nicht mehr öffentlich gemacht, um einen weiteren Missbrauch zu verhindern.

Dieser wird laut Google nur noch intern genutzt und weiterentwickelt. 

Laut dem Suchmaschinenbetreiber spielt der Pagerank keine große Rolle mehr bei der Suchmaschinenoptimierung. 

Es lässt sich darüber streiten, ob das hundertprozentig der Fall ist. 

Jedenfalls hat Google damit ein großes Problem lösen können und animiert Webmaster dazu, nachhaltigere SEO Strategien zu fahren und den Fokus auf den Nutzer zu legen, statt sich nur auf Zahlen zu konzentrieren.