Der KWFinder – Alles Wissenswerte zum Keyword Recherche

Um im Bereich SEO erfolgreich zu sein und auf Google gefunden zu werden, musst du vorher wissen, für welche Suchbegriffe du eine Top Position erzielen möchtest und wonach die Nutzer überhaupt suchen.

Allen Optimierungen voran geht also die Keyword Recherche. Da der Google Keyword Planner jedoch seit August 2017 nur noch für zahlende AdWords Kunden im vollen Umfang zur Verfügung steht, stellt sich die Frage, welches Keyword Tool denn am besten geeignet ist.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an guten Tools auf dem Markt, so auch den KWFinder* von der Firma Mangools.

Dieser gehört nach meiner Erfahrung definitiv zu den besten und vor allem preiswertesten mit einem guten Preis- / Leistungsverhältnis.

In diesem kurzen Tutorial möchte ich dir den KWFinder vorstellen und dir alles Wissenswerte wie Funktionen, Metriken sowie Vor- und Nachteile näherbringen. Außerdem bekommst du nützliche Tipps und Anleitungen, wie du den KWFinder am effizientesten nutzt. 

Was ist der KWFinder?


Der KWFinder* wurde vom slowakischen Unternehmen Mangools entwickelt und ist neben weiteren Tools wie dem SERPChecker dessen erfolgreichstes Produkt.

Du kannst deine Keyword Recherche für unterschiedliche Sprachen und Länder betreiben und ist damit auch für internationale Projekte geeignet.

Kleiner Tipp: Belasse bei fremdsprachigen Suchbegriffen die Sprache in den Standardeinstellungen, damit auch wirklich alle relevanten Keywords vom Tool gefunden werden können. Stellst du bei einem auch in Deutschland auf englisch verwendetes Keyword die Sprache Deutsch ein, wird dir das Tool auch nur deutschsprachige Keywords ausspielen.

Neben den reinen Suchvolumina zeigt dir der KWFinder* auch zahlreiche Kennzahlen und Metriken an, die dir dabei helfen sollen, die Wettbewerbslage und den Aufwand für das jeweilige Keyword ein gutes Ranking zu erzielen leichter einzuschätzen.

Das sind unter anderem Werte wie Klickpreise oder ein eigens entwickelter Index für die Einschätzung des Wettbewerbs, genannt KD für Keyword Difficulty.

Zu den Metriken und Kennzahlen gleich mehr.

 

Keyword Recherche mit dem KWFinder – so geht’s


Wenn du schonmal eine Keyword Recherche gemacht hast, dann kennst du das bereits:

Du fängst mit einigen Ideen für mögliche Keywords an und gibst diese in das Keyword Tool ein. Das spuckt dir einige Suchergebnisse mit Suchvolumen aus, sowie weitere Ideen, und das Ganze beginnt von vorn.

Und das kann dann ewig so weitergehen. Ohne Struktur oder einen wirklichen Plan dahinter recherchierst du also nur die Suchvolumina von teilweise irrelevanten Keywords und weißt nicht, wo du anfangen oder aufhören sollst.

Zum Verzweifeln!

Damit du mit dem KWFinder optimal durchstarten kannst, möchte ich dir die Funktionen näher erläutern und dir Tipps mit an die Hand geben, wie du strukturiert und effizient an die Keyword Recherche herangehst, ohne wahllos Suchvolumen abzufragen.

Suchoptionen im KWFinder

Es stehen dir 3 verschiedene Reiter für die Suche zur Verfügung, die dir mehr Informationen und Struktur zum gesuchten Keyword bieten sollen.

Related Keywords

Unter dem Reiter “Related Keywords” werden dir alle aus Sicht des Tools relevanten Suchphrasen zum gesuchten Keyword angezeigt.

Wohlgemerkt, aus Sicht des Tools. Daher kann es vorkommen, dass sich auch der eine oder andere Begriff einschleicht, der mit der Thematik nichts zu tun hat und eventuell nur aufgrund der Wortfamilie als themenverwandt eingestuft wird.

Alles in Allem ist dies allerdings eine sehr hilfreiche Funktion, um auf weitere Ideen für die Erstellung neuer Inhalte zu kommen und an Themengebiete zu geraten, an die du vorher vielleicht nicht gedacht hast.

Autocomplete

Im Reiter “Autocomplete” werden dir über eine API Anbindung Ergebnisse und Keywords aus der Google Suggest Funktion ausgespielt. 

Dir werden alle Vorschläge zu der gesuchten Suchphrase mit Suchvolumen angezeigt.

Das ist nützlich, um Longtail-Keywords ausfindig zu machen und unter anderem schon einmal eine Vorstellung davon zu bekommen, worüber der auf deinem Fokuskeyword basierende Text handeln soll. 

Questions

Bei “Questions” geht es noch weiter in den Longtail-Bereich. Dabei spielt dir der KWFinder alle Fragen aus, die in die Google Suchfunktion eingegeben werden. 

So kannst du im Anschluss einen perfekten nutzerorientierten Content erstellen und diesen dementsprechend ausrichten.

Mit den W-Fragen weißt du genau, was die Nutzer über das jeweilige Thema tatsächlich wissen wollen und kannst ihnen die besten Antworten dazu bieten. 

Damit hast du dann die besten Voraussetzungen, ein sehr gutes Ranking zu erzielen.

Der KWFinder macht es möglich, die Daten in Form einer CSV- oder Textdatei zu exportieren.

Wobei ich dir das CSV-Format empfehlen würde, da du dieses ganz einfach in Excel bearbeiten kannst.

Ein kurzer Excel Guide für Keyword Recherchen

Damit du die heruntergeladenen Keywords auch bearbeiten kannst, musst du die Daten in eine Tabelle formatieren. Die Keywords werden nämlich zuerst in einer Spalte dargestellt, was sehr unübersichtlich ist.

Das heißt: Du wählst die gesamte Spalte aus und klickst auf den Reiter “Daten”, dann auf “Text in Spalten”.

Wähle im Fenster die Option “Getrennt” aus, im nächsten Schritt dann “Trennung durch Komma”.

Und schon hast du eine schöne Tabelle der Keywords mit den entsprechenden Kennzahlen.

Wichtige Metriken und Kennzahlen im KWFinder


Für den Fall, dass dir die Abkürzungen und Bezeichnungen innerhalb des Tools nicht ganz geheuer sind, werde ich dir nun alle wichtigen Metriken und Kennzahlen, die im KWFinder zu finden sind ausführlich erklären.

Search Volume (Suchvolumen)

Fangen wir mit dem offensichtlichsten an – dem Suchvolumen. Die Werte stellen das durchschnittliche monatliche Suchvolumen des jeweiligen Keywords dar. Das heißt, dass die Grundlage der Rechnung das gesamte Suchvolumen eines Jahres ist und dieses durch 12 Monate geteilt wird.

Besonders bei saisonalen Suchanfragen, die zu einer ganz bestimmten Zeit im Jahr wie Weihnachten oder im Sommer eine hohe Nachfrage haben und den Rest des Jahres nahe Null, solltest du einen Schritt weiterdenken und diese Tatsache unbedingt berücksichtigen.

Schenke deshalb dem folgenden Punkt auch Beachtung.

Trends & Montly Searches

Der Bereich “Trends” und “Montly Searches” stellt dir übersichtlich in Form von Diagrammen den Verlauf der Nachfrage nach dem jeweiligen Keyword dar. 

Dabei stellt der Reiter “Montly Searches” den Verlauf des Suchvolumens innerhalb eines Jahres dar, wobei du unter “Trends” die Entwicklung der Nachfrage über mehrere Jahre ablesen kannst. 

Das ist besonders hilfreich dabei zu erkennen, ob ein Thema eine steigende Nachfrage hat oder bereits auf dem absteigenden Ast ist. 

Du möchtest ja nicht Arbeit und Zeit in die Optimierung eines Keywords stecken, für das die Nachfrage von Jahr zu Jahr stetig absinkt.

CPC (Cost per Click)

Der angezeigte CPC beschreibt den durchschnittlichen Klickpreis, der auf Google AdWords für dieses Keyword pro Klick bezahlt wird. 

Je höher der Betrag, desto umkämpfter natürlich das Keyword.

PPC (Pay per Click)

Im Prinzip ist der PPC Wert eine andere Darstellung des CPC, um den Wettbewerb in Form eines Index zwischen 0 und 100 einzuschätzen. Je höher der Index, desto stärker der Wettbewerb. 

KD (Keword Difficulty)

Die Keyword Difficulty ist ein eigens von Mangools entwickelte Metrik, welches auf einem weiteren von Mangools entwickelten Wert dem LPS basiert. 

Im Grunde werden den Backlink Profilen aller für das Keyword relevante Websites eine Wertigkeit zugeordnet und deren Stärke und Autorität im KD Index dargestellt. 

Auch hier gilt: Je höher der Wert, desto höher der Aufwand, für das Keyword ein gutes Ranking zu erzielen.

DA (Domain Authority)

Die Domain Authority ist ein von MOZ zur Verfügung gestellter Wert, der die Stärke des Linkprofils einer Website darstellen soll. 

Dieser berechnet sich auf Basis der Anzahl an Links und der Stärke der verlinkenden Seiten und nimmt Werte zwischen 0 und 100 an. 

Websites mit einer Domain Authority von 15 können mit geringem Aufwand übertrumpft werden, Mitstreiter mit einer Domain Authority von über 30 schon schwieriger.

PA (Page Authority)

Die Page Authority beschreibt die Stärke der jeweiligen Unterseite und dessen Linkprofils.

Das heißt, es nicht mehr das domainübergreifende Linkprofil betrachtet, sondern das der jeweiligen URL, das für das gesuchte Keyword rankt. 

Auch die Page Authority wurde von MOZ erfunden. 

Hier findest du weitere Informationen zur Page Authority.

CF (Citation Flow)

Der Citation Flow ist ein vom Backlink Tool Majestic entwickelter Index, der die Wertigkeit einer URL auf Basis der Linkanzahl darstellt.

TF (Trust Flow)

Der Majesitc Trust Flow beschreibt wiederum die Qualität der eingehenden Backlinks.

Mit Trust (Vertrauen) ist dabei gemeint, wie viel Vertrauen und Autorität der jeweiligen Domain von der Suchmaschine zugeschrieben bekommt.

Bei einem Trust Flow ab 30 wird Backlink gut und stark gewertet.

Links

Anzahl aller Backlinks, die für die jeweilige URL gefunden wurden.

FB (Facebook Shares)

Zeigt an, wie oft die URL auf Facebook geteilt wurde.

LPS (Link Profile Strength)

Diese Kennzahl ist das Pendant zur Page Authority und zeigt an, wie stark der KWFinder das Linkprofil der URL einschätzt.

EV (Estimated Visits per Month)

Die Anzahl der geschätzten Besucher, die für die Website mit dem aktuellen Ranking zu erwarten ist.

Kostenlose Nutzung


Du kannst das Tool auch beschränkt kostenlos nutzen.

Pro Tag sind 2 Anfragen möglich.

Wenn du dich registrierst und ein Nutzerkonto anlegst, sind sogar 5 Suchanfragen drin.

Um eine ausführliche Keyword Recherche zu betreiben ist das allerdings bei Weitem nicht genug.

Ich würde daher an deiner Stelle in einen kostenpflichtigen Monat investieren, um das Tool im vollen Umfang zu nutzen.

Preise


Es stehen 3 Pläne / Abonnements für den KWFinder zur Auswahl: Basic, Premium & Agency.

Für alle 3 Varianten gibt es eine monatliche und eine jährliche Zahlungsmethode. Mit einer jährlichen Zahlung sparst du dir bis zu 40%, jedoch ist ein großer Betrag auf einen Schlag fällig.

Möchtest du den KWFinder erst einmal austesten, empfehle ich dir ein monatlich kündbares Abo.

Vorsicht: Du musst das Abo immer manuell im Benutzerkonto kündigen, sonst läuft das Abo automatisch weiter und du gehst in den zweiten Monat über.

Den größten Unterschied zwischen den einzelnen Paketen stellen unter anderem die Anzahl der SERP-Checks und Backlink-Profil-Abrufe dar, die du in den hauseigenen Tools einsehen kannst.

Was die reinen Keyword Recherchen betrifft, macht man zwischen dem Basic und dem Premium Plan den größten Sprung von 200 täglichen Suchanfragen auf 700.

Und das ist auch das Wesentliche.

Im Grunde genommen sind Premium und Agency aus meiner Sicht das Selbe, nur dass es im Agency Plan mehr “Schnick Schnack” gibt, den du nicht brauchst. 

In beiden Plänen sind 700 tägliche Suchanfragen möglich – und mehr brauchst du auch nicht.

Ich empfehle dir also den Premium Plan für einen Monat.

Dieses nutze ich fast täglich und es hat alles, was du brauchst.

Hier sind nochmal kurz und übersichtlich die Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Vorteile

  • sehr günstig
  • viele hilfreiche Funktionen
  • benutzerfreundliche Anwendungsfläche
  • SerpChecker
  • Daten für die weitere Bearbeitung exportierbar

Nachteile

  • teilweise inakkurate Suchvolumina aufgrund von Keyword Gruppierungen
  • Wettbewerbsbeurteilung nicht zu 100% zutreffend

Fazit zum KWFinder


Der KWFinder ist eines der besten Alternativen zum Keyword Planner, das es zurzeit auf dem Markt gibt.

Es werden regelmäßige Updates durchgeführt, in denen immer wieder weitere Funktionen wie das Autocomplete oder Questions hinzukommen.

Besonders vorteilhaft für Anfänger ist die leichte Bedienung und bietet daher einen guten Einstieg und du kannst dir mit etwas Verständnis über die einzelnen Kennzahlen und Metriken bereits während der Keyword Recherche ein gutes Bild über die Gesamtsituation machen.

Lediglich der seitens von Mangools entwickelte Keyword Difficulty Index ist finde ich nicht so ganz zutreffend. 

Ab und zu gibt es Fälle, wo für offensichtlich schwierige Keywords dann doch relativ einfach ein gutes Ranking erzielt werden kann und umgekehrt.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Mangools den Index perfektionieren und akkuratere Einschätzungen geben werden.

Alles in Allem ist der KWFinder eines der besten und vor Allem günstigsten Keyword Tools auf dem Markt.

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